Westfalen Weser Energie GmbH & Co. KG folgen

Baubeginn am Herzstück der Fernwärmeversorgung im neuen Paderborner Wohnquartier

Pressemitteilung   •   Okt 19, 2018 09:53 CEST

Haben mit den Bauarbeiten begonnen: Kai Agnesens, Planer ESW, Christian Müller, Geschäftsführer Stadtwerke Paderborn, Michael Dreier, Bürgermeister Paderborn, und Peter Grote, Leiter Vertrieb ESW.

Rund vier Kilometer Rohrleitungen sind an den Springbach Höfen schon verlegt, jetzt kommt der Wärmelieferant dazu. Für die Stadt Paderborn nahm Bürgermeister Michael Dreier den Spatenstich für die Heizzentrale des innovativen Wärmeversorgungskonzepts Energieservice Westfalen Weser (ESW) vor.

Paderborns neues Stadtquartier wird mit etwa 600 Einheiten modernen Wohnraum nah zur Innenstadt und einen attraktiven Mix aus grüner Umgebung und Einkaufsmöglichkeiten bieten. 160 Fernwärmehausanschlüsse an den Grundstücken sind schon vorbereitet. Bevor die Arbeiten am Rohrnetz in diesem Monat beendet sein werden, beginnen jetzt die Bauarbeiten für die Heizzentrale. Sie ist das Herzstück der Wärmeversorgung für das gesamte Wohnquartier. Paderborns Bürgermeister Michael Dreier begrüßt das von Energieservice Westfalen Weser vorgelegte Konzept. „Wir haben schon bei der Ausschreibung die energetischen Anforderungen an nachhaltiges Bauen zugrunde gelegt. Das Wohnquartier erhält jetzt eine zentrale Wärmeenergieversorgung auf Basis regenerativer Energieträger. Wir können mit Fug und Recht sagen, dass Paderborn ‚grün‘ wächst. Das ist eine gute Basis für ein lebendiges Quartier für Jung und Alt und vielfältige Lebensentwürfe“. Und es bringt auch „wirtschaftliche Vorteile für die Bauherrn, weil sie sich nicht individuell um die Wärmeversorgung kümmern müssen. Die Wärme wird zentral geliefert“, ergänzt Dreier.

Das Konzept hat ESW genau durch kalkuliert. "Wir haben dezentrale und zentrale Wärmeerzeugungsvarianten verglichen. Ein Nahwärmenetz mit einem zentralen Blockheizkraftwerk, das Biomethan verwendet, plus Gas-Brennwertkessel schneidet in der Gesamtbetrachtung bei den Wärmekosten und der Umweltfreundlichkeit am besten ab", versichert Vertriebsleiter Peter Grote. „Blockheizkraftwerke spielen in der Energiewende eine wichtige Rolle, da sie mit vielen regenerativen Energieträgern eingesetzt werden können. Die Kombination aus Windkraft, einem Power-to-Gas-Kraftwerk und dezentralen Blockheizkraftwerken ist heute noch Zukunftsmusik, könnte aber schon in ein paar Jahren der passende Ansatz für ein grünes Paderborn sein.“

Optisch ansprechende Massivbauweise

Die Heizzentrale wird aus Gründen des Schallschutzes in Massivbauweise realisiert und erhält eine optisch ansprechende Fassade, die nicht nach reinem Zweckbau aussieht. Die voraussichtliche Bauzeit reicht vom jetzigen Spatenstich bis Ende dieses Jahres – wenn das Wetter mitspielt. Im ersten Schritt werden zwei Spitzenlastkessel mit einer jeweiligen Leistung von 1,2 Megawatt zum Einsatz kommen, die mit Biomethan betrieben werden. Zusätzlich liefert ein Blockheizkraftwerk (BHKW) 140 kW elektrische und 280 kW thermische Leistung. Im Endausbau soll ein BHKW mit 360 kW elek. und 720 kW therm. Leistung die Versorgung übernehmen. Um möglichst viel Wärmeenergie dauerhaft aus den BHKW zu beziehen, wird ein außenstehender Pufferspeicher mit 23000 l installiert. In Betrieb gehen soll die Heizzentrale Anfang 2019. Mit diesem Projekt wird auch die bestehende Kooperation mit den Stadtwerken Paderborn weiter ausgebaut. Das Kundenzentrum der Stadtwerke am Rolandsweg bietet eine Ideale Anlaufstelle um Interessierte vor der Inbetriebsetzung zu informieren. „Im weiteren Verlauf der Erschließung und nach Fertigstellung des Wohngebiets werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke Paderborn für Fragen und Informationen zu diesen Themen zur Verfügung stehen“, versichert Stadtwerke-Geschäftsführer Christian Müller.

Energieservice Westfalen Weser investiert allein in die Heizzentrale für die Springbach Höfe über eine Mio. Euro. Zusätzlich werden rund 1,3 Mio. Euro in den Rohrleitungsbau gesteckt, der vor knapp einem Jahr begonnen hat. Er war wegen der notwendigen umfangreichen archäologischen Ausgrabungen mit zeitlicher Verzögerung gegenüber den Planungen gestartet. Bisher verlaufen die weiteren Arbeiten nach Plan.

Energieservice Westfalen Weser GmbH

Die Energieservice Westfalen Weser GmbH bietet maßgeschneiderte Energie- und Contracting-Lösungen für Industrie, Gewerbe und Kommunen, individuelle Wärmeversorgungskonzepte für die Wohnungswirtschaft, Direktvermarktung und Bilanzkreismanagement für EEG- und KWK-Anlagen.

Für die dezentrale, regenerative und effiziente Energieerzeugung kommen die unterschiedlichsten Technologien zum Einsatz: Kraft-Wärme-Kopplung (BHKW), Kesselanlagen, Wärmepumpen, Nah- und Fernwärmenetze, Druckluftanlagen, Kälteanlagen, Photovoltaik, Solarthermie, Biogas- und Holzhackschnitzelanlagen.
Als 100 %-iges Tochterunternehmen der kommunalen Westfalen Weser Energie GmbH & Co. KG hat die Energieservice Westfalen Weser GmbH ihren Sitz im ostwestfälischen Kirchlengern mit weiteren Standorten in Minden und Paderborn.

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