Westfalen Weser folgen

Großartige Nachrichten aus Berlin für die Stadt Paderborn und Westfalen Weser

Pressemitteilung   •   Sep 17, 2020 09:35 CEST

(v. l.) Thomas Jürgenschellert, Leiter Stadtplanungsamt, Christiane Boschin-Heinz, Leiterin Stabsstelle Digitalisierung und ihr Stellvertreter Philipp Ohms, Bürgermeister Michael Dreier und Andreas Speith, Geschäftsführer WWN.

„Das ist eine wirklich sensationelle Nachricht aus Berlin. Deutlich konnten wir mit unserer exzellenten Bewerbung im bundesweiten Wettbewerb überzeugen. Mit diesem Projekt setzen wir als Digitale Modellstadt einen neuen, wichtigen Akzent für die Zukunft der Stadt Paderborn. Damit knüpfen wir an die bisherigen Erfolge an und entwickeln unseren Innovationsstandort weiter“, so Paderborns Bürgermeister Michael Dreier am Dienstagnachmittag. „Ich bedanke mich herzlich bei Andreas Speith, Geschäftsführer unseres heimischen Energiedienstleisters Westfalen Weser, für das starke Engagement im Rahmen dieses Projekts.“

Im Mai 2020 hatte sich die Stadt Paderborn auf Grundlage eines einstimmigen Ratsbeschlusses um das Förderprogramm „Smart Cities in Germany 2020“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) beworben und jetzt den Zuschlag für das Projekt mit einem Gesamtvolumen von 15 Millionen Euro erhalten. Davon werden rund 10 Millionen Euro vom Bund gefördert.

„Die Stabsstelle Digitalisierung, das Stadtplanungsamt und der Energieversorger Westfalen Weser haben gemeinsam innovative Konzepte erarbeitet, die jetzt gemeinsam mit der Stadtgesellschaft weiterentwickelt und umgesetzt werden“, freut sich Christiane Boschin-Heinz, Leiterin der Stabsstelle Digitalisierung, über die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Mit dem Programm „Smart Cities made in Germany 2020“ fördert das BMI gemeinsam mit der KfW den strategischen Umgang mit den neuen Möglichkeiten und Herausforderungen für die Stadtentwicklung durch Digitalisierung.
Paderborn ist im Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen Leitkommune der digitalen Modellregion OWL und zeichnet sich als wachsende Universitätsstadt und IT-Standort mit starker Wirtschaft aus. Die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, die Erhaltung und Entwicklung attraktiver Stadtquartiere, der Umgang mit erhöhtem Mobilitätsaufkommen und die große Möglichkeit regenerativer Energiegewinnung in der Region sind zentrale Themen für die Großstadt im ländlichen Raum. Aufgrund dieser Herausforderungen ist Paderborn in besonderer Weise für das Smart City-Programm geeignet und kann modellhaft für stadtentwicklungspolitische Herausforderungen in ganz Deutschland stehen.

Im Zuge des Projektzuschlags „Smart Cities made in Germany 2020“ kann die Stadt jetzt die bereits initiierten Digitalisierungsprojekte, insbesondere im Bereich Open Data, optimal ergänzen, weiterentwickeln und so für die Stadtentwicklung nutzen. Dazu soll eine neue, gesamtheitliche Datenbasis geschaffen werden. Sie soll es ermöglichen, den stadtentwicklungspolitischen Herausforderungen sowohl in den derzeit bestehenden als auch in neuen Stadtquartieren zukünftig effektiv zu begegnen. Die Datenbasis wird aus fünf Stadtquartieren (Kernstadt, drei Konversionsflächen, Springbach Höfe) mit dem Fokus auf die Bereiche Energie, Mobilität und Infrastruktur generiert.

Bereits vorhandene städtische Daten werden dabei mit weiteren, mittels Sensorik gewonnenen Daten angereichert werden. Sie können in das digitale Abbild der Stadt überführt und dort für planerische Maßnahmen in Form von Simulationen genutzt werden. Auf diese Weise lassen sich zum Beispiel veränderte Verkehrsflüsse möglicher Planungsalternativen (zum Beispiel Gewerbegebiet oder Wohngebiet) darstellen und veranschaulichen. Darüber hinaus kann für Bürger*innen auf Basis des „digitalen Zwillings“ visuell dargestellt werden, wie ein Quartier in der Endausbaustufe ausgestaltet ist und wie sich mögliche Planungsalternativen auf das Stadtbild auswirken. Eine entsprechende Datenbasis im Bereich der Mobilität kann zudem auch den Grundstein für die Möglichkeiten des autonomen Fahrens liefern. Der Datenbestand im Bereich Energie soll durch das Projekt „Smart Grid“ erheblich erweitert werden. Das Projekt liefert außerdem eine intelligente Versorgungsstruktur für Stadt und Umland, in der verschiedene Energieformen automatisch und sicher miteinander verbunden werden. Diese von Westfalen Weser verantwortete Maßnahme soll als Pilotprojekt für das gesamte Netzgebiet in Paderborn und Herford gestartet werden.

Westfalen Weser 

Wer die Zukunft nachhaltig gestalten will, muss heute gut vernetzt sein. Westfalen Weser baut und betreibt regionale Verteilnetze für Strom, Gas und Wasser, engagiert sich für Fernwärmekonzepte und investiert in Stadtwerke und energienahe Bereiche. Unsere Leistungen bündeln wir in einer starken, kommunalen Gruppe. Wir stehen für Vernetzung, Versorgung und Infrastruktur und verbinden die kommunalen Interessen mit den Chancen der Innovationen für die Region.

56 Kreise und Kommunen sind an dem Unternehmen beteiligt. 24 weitere Kommunen sind Konzessionsgeber. Das operative Geschäft liegt in den beiden Tochterunternehmen, der Westfalen Weser Netz GmbH und der Energieservice Westfalen Weser GmbH. Bestehende und zukünftige Beteiligungen sowie Dienstleistungen werden in der Westfalen Weser Beteiligungen GmbH gebündelt.

Kommentare (0)

Kommentar hinzufügen

Kommentar

Durch das Absenden Ihres Kommentars akzeptieren Sie, dass Ihre persönlichen Daten Mynewsdesks Datenschutzerklärung entsprechend verarbeitet werden.