Westfalen Weser Energie GmbH & Co. KG folgen

Kalte Tage können kommen: Neue Fernwärmeleitung von Energieservice Westfalen Weser in Minden in Betrieb

Pressemitteilung   •   Dez 14, 2018 14:55 CET

Dr. Andreas Brors, Geschäftsführer Energieservice Westfalen Weser, Matthias Partetzke, Geschäftsführer Stadtwerke Minden und Bürgerermeister Michael Jäcke vor der Anbindung der neuen Fernwärmeleitung.

Die Wärme fließt: Die kommunale Energieservice Westfalen Weser GmbH (ESW) hat in Minden das Fernwärmenetz rechtzeitig zum Beginn der Heizperiode ausgebaut. Durch die Verbindung von ehemals zwei Fernwärmenetzen bekommen jetzt mehr Haushalte umweltfreundliche Fernwärme. Die Arbeiten hatten im Januar begonnen und sind nun planmäßig abgeschlossen worden.

Durch die neue Verbindung zwischen dem Heizkraftwerk Minden Nord an der Ringstraße und dem Stadtteil Bärenkämpen können nicht nur mehr Haushalte auf die umweltschonende Fernwärme zugreifen. Der Energieeinsatz in Minden wird deutlich effizienter und gleichzeitig die Versorgungssicherheit noch einmal erhöht. Die Wärme wird jetzt hocheffizient in einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage statt in den Kesseln der alten Heizzentrale Bunsenstraße erzeugt. Dadurch werden zukünftig Emissionen in beachtlichem Umfang vermieden, pro Jahr unter anderem mehr als 4.000 Tonnen Treibhausgase (CO2), über zwei Tonnen Stickstoffoxide und mehr als eine Tonne Schwefeldioxid. Die Einsparungen allein bei den Stickoxid-Emissionen entsprechen auf Basis der Euro 6-Norm für PKW einer Fahrleistung von über 25 Mio. km jährlich. „Wir freuen uns, damit einen erheblichen Beitrag zu einer umweltfreundlichen Wärmeversorgung in der Weserstadt leisten zu können. Gleichzeitig können wir eine höhere Versorgungssicherheit bei niedrigeren Kosten gewährleisten“, resümiert ESW-Geschäftsführer Dr. Andreas Brors den Ausbau. Bürgermeister Michael Jäcke hatte sich schon beim Spatenstich positiv zum Engagement der ESW für die Stadt Minden und die Region geäußert: „Ich bin überzeugt davon, dass dieses Projekt aufgrund seines effizienten Energieeinsatzes und seiner Nachhaltigkeit für die unmittelbaren Anlieger, aber auch für unsere gesamte Stadt Minden sinnvoll ist. Angesichts seiner prognostizierten Emissionsminderung kann es ein wichtiger Baustein für das Klimaschutzkonzept der Stadt sein.“

Fernwärme fließt unter der Stiftsalleebrücke entlang
Eine besondere Herausforderung im Verlauf der Bauarbeiten war die Querung des Mittellandkanals an der Stiftsalleebrücke. Dabei wurden die Fernwärmerohre unter die Brücke montiert und so über den Mittellandkanal geführt. Danach stand der letzte große Arbeitsschritt bevor: Die neu verlegte Fernwärmeleitung wurde an das vorhandene System angeschlossen. Im September musste dafür das gesamte Fernwärmenetz in Minden für knapp einen Tag abgeschaltet werden. Die Arbeiten gingen so schnell und komplikationslos voran, dass die geplanten 24 Std. deutlich unterschritten werden konnten.

Förderung für mehr Energieeffizienz und weniger Schadstoffausstoß
Spatenstich für die umfangreiche Baumaßnahme war im Januar dieses Jahres, nachdem der Förderbescheid vom Regierungspräsidium Arnsberg übergeben worden war. Gefördert wird das Projekt mit insgesamt einer Million Euro von der Europäischen Union und dem Land NRW. Bei den Fördermitteln handelt es sich um eine Zuwendung im Rahmen des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) 2014-2020 und der Landesförderung„progres.nrw“, Programmbereich Wärme-Kältenetze. Insgesamt investiert ESW über zwei Millionen Euro in dieses Projekt. Durch die Bezuschussung fallen für Kunden lediglich die Anschlusskosten und keine weiteren Bauzuschusskosten an. „Ein Einfamilienhaus hat eine Anschlussleistung von ca. 20-30 kW, eine Wohnung von 5-15 kW. Wir haben bereits Verträge über 1.400 kW unter Dach und Fach. Anlieger entlang des Trassenbereiches können auch weiterhin ihre bisherige Wärmeversorgung durch Fernwärme ersetzen“, so Dr. Brors.

Das nun über 14 Kilometer lange Fernwärmenetz versorgt bereits viele Gebäude in der Innenstadt – darunter Schulen, Rathaus und Stadttheater, aber auch Wohn- und Geschäftshäuser wie die Wesertorgalerie und nun auch in Bärenkämpen. Die Wärme kommt direkt ins Haus, muss also nicht mehr im Gebäude erzeugt werden. Die technische Umstellung ist innerhalb eines Tages möglich. Energieservice Westfalen Weser übernimmt die komplette Planung und Installation. Der Anschluss ist preisgleich mit einem Erdgasanschluss und die Fernwärme-Hausstation (Übergabestelle) kann kleiner als eine Waschmaschine sein. Dafür erübrigt sich der Platz für Heizungskessel, Heizöltank, Schornstein und die jährliche Gebühr für den Schornsteinfeger. Instandhaltungs-, Wartungs- und Modernisierungskosten fallen in Zukunft nicht mehr an.

Energieservice Westfalen Weser GmbH

Die Energieservice Westfalen Weser GmbH bietet maßgeschneiderte Energie- und Contractinglösungen für Industrie, Gewerbe und Kommunen, individuelle Wärmeversorgungskonzepte für die Wohnungswirtschaft, Direktvermarktung und Bilanzkreismanagement für EEG- und KWK-Anlagen.

Für die dezentrale, regenerative und effiziente Energieerzeugung kommen die unterschiedlichsten Technologien zum Einsatz: Kraft-Wärme-Kopplung (BHKW), Kesselanlagen, Wärmepumpen, Nah- und Fernwärmenetze, Druckluftanlagen, Kälteanlagen, Photovoltaik, Solarthermie, Biogas- und Holzhackschnitzelanlagen.
Als 100 %-iges Tochterunternehmen der kommunalen Westfalen Weser Energie GmbH & Co. KG hat die Energieservice Westfalen Weser GmbH ihren Sitz im ostwestfälischen Kirchlengern mit weiteren Standorten in Minden und Paderborn.

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